03.12.2010

Bürgerinitiative zur finanziellen Unterstützung des städtischen Klimaschutzkonzepts

Rubrik: Energie und Klimaschutz

 

Auf der Presskonferenz am 02. Dezember stellten die drei Ruheständlerinnen, Frau Gunda Röll, Frau Erika Seidel und Frau Elisabeth van Volxem-Günther ihr Projekt "Bürgerinitiative zur finanziellen Unterstützung des städtischen Klimaschutzkonzepts" vor. Der Verein Lokale Agenda 21 Trier e.V. (LA 21) möchte sie dabei unterstützen und die institutionelle Plattform für die Aktion bieten.

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Fotoquelle:Marcus Stölb/16vor.de

Aufmerksam gemacht durch einen Artikel in der Rathauszeitung am 29.06.2010 mit der Überschrift „Stadt fehlt das Geld, um zu sparen“, wollten es drei Bürgerinnen dieser Stadt - Erika Seidel, Gunda Röll und Elisabeth van Volxem-Günther - nicht länger hinnehmen, dass notwendige Investitionen in Beleuchtungs- und Heizungsanlagen von sieben Trierer Schulen nicht stattfinden können. Da das „Einsparungskonzept“ schon länger vorliegt, drängen sie auf eine schnelle Realisierung und haben damit begonnen, die Geldmittel dafür selbst bereit zu stellen. Ihre Motive sind Klimaschutz, Einsparung von Energie und  Einsparung von öffentlichen Geldern. Die drei Frauen denken dabei an den Zustand der Umwelt und den Schuldenberg, den sie ihren Kindern und Enkelkindern möglicherweise hinterlassen müssen.
Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, 500 gleichgesinnte BürgerInnen zu finden, die bereit sind insgesamt 185.000 Euro zu spenden. 9000 Euro haben die aktiven Ruheständlerinnen bereits unter Freunden gesammelt. Der Verein Lokale Agenda 21 Trier e.V. (LA 21) möchte sie dabei unterstützen und die institutionelle Plattform für die Aktion bieten.
Optimierungsvorschläge finden sich im Klimaschutzkonzept der Stadt. Demnach ließe sich an sieben Trierer Schulen der Energiebedarf um insgesamt mehr als 970 Megawatt pro Jahr senken. Nötig wären zunächst Invesitionen in Höhe von rund 370.000 Euro. Weil der Einspareffekt bei den Energiekosten aber beachtlich hoch wäre, ließen sich diese Ausgaben für das Klimaschutzprogramm laut Rathaus binnen dreieinhalb Jahren wieder einspielen und künftig jährlich rund 105.000 Euro an Strom, Gas und Öl einsparen.
Doch anders als von Berlin zunächst in Aussicht gestellt, wird das Ministerium die Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Trier nicht mehr finanziell unterstützen.
Die Baudezernentin Frau Simone Kaes-Torchiani zeigte sich daher, auf der am 02. Dezember statt gefundenen Pressekonferenz, besonders angetan von der Initiative und sicherte zu, dass die Stadt regelmäßig über die Verwendung der Mittel informieren werde. Auch werde sie sich dafür einsetzen, dass das Geld tatsächlich für weitere Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes investiert wird.
Auch Prof. Dr. Bernd Hamm begrüßt die Bürgerinitiative zur finanziellen Unterstützung des städtischen Klimaschutzkonzepts , jedoch weist er darauf hin, dass dieses Modell zwar unterstüzenswert ist, aber dennoch eine Ausnahme bilden müsse, da ein derartiges Engagement die Stadt nicht von ihren Pflichten entbinden dürfe.

 

 

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