Das Trierer Zukunftsdiplom für Kinder

Als begleitendes Projekt des Lokale Agenda 21 Trier e.V. zur Landesgartenschau 2004 in Trier wurde es eingeführt. Aufgrund des großen Erfolges wird es in den Folgejahren wiederholt und als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Internetseite des Trierer Zukunftsdiploms für Kinder unter www.zukunftsdiplom.de

Kinder nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand. Erste Kinderzukunftskonferenz Trier

Im Rahmen vom Zukunfts-Diplom für Kinder organisierten Lokale Agenda 21 Trier und mobile spielaktion Trier gemeinsam eine zweitägige Veranstaltung unter dem Motto „Ideen muss man haben – und gemeinsam umsetzen“. Konkrete Pläne für ein besseres Leben in Trier wurden geschmiedet und am Ende des zweiten Tag Bürgermeisterin Angelika Birk vorgestellt.


Was in Trier nicht läuft!

Trotz herrlichem Schwimmbadwetter fanden sich pünktlich um 10 Uhr zehn Kinder bei der vhs ein, die an der Entwicklung von Trier interessiert sind. Zunächst galt es herauszufinden, was denn Triers Kindern unter den Nägeln brennt - und das ist so einiges. Schnell ging es ans „Eingemachte“, bei dem am Ende ein giftgrünes Motz-Monster entstand. „Autofahrer sind respektlos gegenüber Radfahrern“, „es gibt in Trier zu wenige und zu teure Telefonzellen“, schrieben Florian und Frithyof beispielsweise. Andere analysierten den Zustand der Spielplätze: „Dort liegt zu viel Abfall und Hundekot herum“. Oftmals sind diese zusätzlich renovierungsbedürftig und bieten zu wenig Möglichkeit zum Spielen.


Nach dem Meckern waren die 7-12 Jährigen eingeladen zu träumen. Wie wäre Trier, wenn ich zaubern könnte, lautete die Frage. Daniels Wunsch ist es ein Kinder-Radio zu entwickeln. Sonja wünscht sich Kinderfahrradwege in Trier.


Umsetzung

Dann aber wurden die Kinder konkret, es entstand ein kunterbuntes Potpourri an Ideen, Anregungen und Veränderungsvorschlägen. Die größten Anliegen wurden in ebenso bunt gestalteten Collagen dargestellt.

Mit Unterstützung von erwachsenen BeraterInnen ging es schließlich die Umsetzung.

Katharina entwickelte einen Katalog mit Tipps für einen Energie sparenden Haushalt. Frithyof, Julius und Florian gestalteten ein Plakat mit dem Motto „Mehr Grün für Trier“. Dieses stellt einen ersten Ansatz zur Verschönerung der trostlosen Schulhöfe dar. „Hecken zum Verstecken“ soll es in Zukunft geben sowie einen Schulgarten, bei dem der Umgang mit der Natur gelernt werden soll.

Eine weitere Gruppe von Kindern entwarf in kreativer Vielfalt Slogans, die die Situation auf den Punkt bringen. „Glas macht keinen Spaß“, so der Vorschlag von Frithyof. Oder: „Gib Müll keine Chance!“

Die engagierten Kinder wollen weiter machen. Nach den Sommerferien werden sie sich wieder treffen, um zusammen mit einer Werbeagentur die Slogans zu Plakaten weiter zu entwickeln. Außerdem werden sie ihre Ergebnisse dem Jugendhilfeausschuss vorstellen.