Der neue Vorstand

(von links nach rechts): Prof. Dr. Bernd Hamm, Peter Kappenstein, Raimund Scholzen, Julia Koch, Prof. Dr. Dieter Sadowski (nicht auf dem Foto: Bernd Theisen und Prof. Dr. Günther Heinemann)

Diskussion: Global gedacht, lokal nichts gemacht

Was ist aus der nachhaltigen Entwicklung geworden?

Gespräch im SWR 2 Forum zu dem Thema:

Global gedacht, lokal nichts gemacht -
Was ist aus der nachhaltigen Entwicklung geworden?

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und 1992 in Rio de Janeiro Geburtshelfer der Agenda 21
  • Dr. Günter Warzewa, Institut für Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen
  • Charlotte Kleinwächter, Geschäftsführerin des Lokale Agenda 21 Trier e.V.

Moderation: Werner Eckert

Beim Erdgipfel in Rio de Janeiro wurde die Tagesordnung für das 21. Jahrhundert aufgestellt: die „Agenda 21“, der gemeinsame globale Weg in eine nachhaltige Zukunft. Das war Anfang Juni 1992. Der Kalte Krieg war gerade zu Ende und endlich, hofften viele, könne man sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden: den sozialen und ökologischen Fragen und der Entwicklung. Geld, so glaubte man damals, würde ausreichend da sein – die sogenannte „Friedensdividende“: das, was durch das Ende des Rüstungswettlaufs an Mitteln frei werden sollte. „Think global, act local“ – global denken, lokal handeln – hieß das neue Motto. In 2600 Kommunen Deutschlands wurden Lokale-Agenda-Gruppen gegründet, getragen von Bürgern, die vor Ort ehrenamtlich für eine nachhaltige Entwicklung arbeiten. Viele erklären die „Agenda 21“ heute für tot. Der früher oft beschworene „Geist von Rio“ scheint von der Tagesordnung verschwunden zu sein. Hat die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft überhaupt noch eine Zukunft?

Ausstrahlung: 10.06.2008, 17.05 Uhr, SWR 2 Forum

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