Was für ein Tag! – Rückblick auf das 13. Weltbürgerfrühstück

Am 25. Mai im Jubiläumsjahr der Lokalen Agenda lud der Trierer Kornmarkt wieder einmal zum fröhlichen Beisammensein ein: Das 13. Weltbürgerfrühstück war ein voller Erfolg!

Die Stadt Trier zur „Hauptstadt des fairen Handels“ zu machen, das Bewusstsein der Bür­ger*innen für fairen Handel zu stärken und das weltweit partnerschaftliche Engagement zu fördern: Das sind zentrale Anliegen, die die Lokale Agenda  und das Netzwerk Weltkirche des Dekanats Trier mit dem alljährlichen WeltBürgerFrühstück seit 2007 verfolgt. Der auch 2019 wieder sehr große Besucherandrang zeigt ganz konkret, wie viele Menschen sich in Stadt und Umland mit diesen Zielen solidarisieren.
Insgesamt 43 Vertreter aus Stadt und Umland hatten ihre Stände rund um den Georgsbrunnen aufgebaut, um über ihre Arbeit rund um das Themenfeld Nachhaltigkeit zu informieren. Unter anderem zog sogar das klassicherweise im Mergener Hof zu findende Repair Café auf den sonnigen Kornmarkt. Dabei gab es nicht nur viele spannende Mitmachaktionen und wertvolle Eindrücke, sondern natürlich auch – ganz im Sinne des Veranstaltungsnamens – einige kulinarische Genüsse aus aller Welt. Vom Trierer Stadtkaffee aus Kolumbien, über pikante Speisen aus Indien, bis zu fair gehandelten Süßigkeiten und Leckereien; an diesem Samstag war für wirklich jeden etwas dabei!

Begleitend zum gemeinsamen Speisen und Genießen unterhielt auch in diesem Jahr ein buntes Bühnenprogramm, moderiert von Paulinus-Redakteurin Christine Cüppers, die großen und kleinen Besucher. Kulturelle Darbietungen und Gespräche wechseln sich dabei ab. Besondere Highlights dürften dabei vor allem zwei Programmpunkte gewesen sein: Zum einen die Ankunft der Fahrradgruppe Pacemakers gleich zu Beginn der Veranstaltung, bei der rund 80 Radfahrer auf ihrer „Nuclearban-Tour“ mehr als 750 Kilometer quer durch Deutschland und Luxemburg radeln, um gegen Atomwaffen zu demonstrieren. Gleich zu Beginn der Veranstaltung sorgte ihre Ankunft allenthalben für Gänsehaut und zeigte eindrucksvoll die Wirksamkeit der Protesttour.

Zum anderen durfte die Lokale Agenda an diesem Tag einige ganz besondere Gäste aus Lateinamerika begrüßen: Dank der Vermittlung der Kinderkulturkarawane trat das „Colectivo El Nido De Las Artes“ aus Nicaragua mit dem Stück „Die Aguizotes“ auf und sorgte mit großartigem Zirkusspektakel für tosenden Beifall. Das Colectivo, das sind fünf jungen Menschen aus einem der ärmsten Viertel der nicaraguanischen Hauptsadt Estelí – die Workshoparbeit und das gemeinsame Training in Akrobatik, Jonglage, Tanz und Artistik hat vielen von ihnen das nötige Selbstbewusstsein für ein selbstbestimmtes Leben gegeben. Nach der Aufführung ihres eigens kreierten Stücks zeigten die jungen Nicaraguaner dann noch etwas ganz besonderes. Gemeinsam mit den Teilnehmern der diesjährigen 72-Stunden-Aktion des BDKJ hatten sie zuvor eine Tanzaufführung einstudiert, die im Anschluss noch einmal für begeisterten Beifall sorgte.

Insgesamt war das Weltbürgerfrühstück also auch in diesem Jahr ein voller Erfolg, der wieder einmal eindrucksvoll und mit Leichtigkeit beweist, dass Nachhaltigkeit viele Aspekte und verschiedene Gesichter hat – und dass es einfach Freude macht, ein Weltbürger zu sein!
Wir  von der Lokalen Agenda bedanken uns ganz herzlich für die finanzielle Förderung des BMZ, des Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz, Bingo, der Kulturstiftung Trier und des Zonta-Clubs Trier.